+49 5141 90023 0
info@agergaard.de

English
Deutsch
Français
Agergaard Rakelmesser für das Offset Lackwerk

Rakelmesser für das Offset Lackwerk

 

Ob als vollflächige Schutzlackierung, als Spot-Lackierung zur partiellen Veredelung von Druckmotiven oder als Duftlackierung, ob matt, glänzend oder mit Struktur - die Inline Veredelung von Druckerzeugnissen im nachgeschalteten Lackwerk gehört heutzutage in vielen Bogenoffset-Druckereien zum täglichen Betrieb.

 

Die Inline-Lackierung des Bedruckstoffs im Direktdruckverfahren erfordert eine ebenmäßige Lackübertragung von der Rasterwalze auf die Lackplatte. Damit die Rasterwalze die gewünschte Lackmenge entsprechend Ihres Schöpfvolumens überträgt, wird sie von einem Rakelmesser abgerakelt, welches den überschüssigen Lack von der Rasterwalze schabt. Ein präzise und gleichmäßig abrakelndes Rakelmesser ist damit ein essentieller Faktor für die Lackierqualität.

Das passende Rakelmesser für jede Anwendung

Damit die optimale Abrakelung durch das Rakelmesser erreicht werden kann, gibt es einige wichtige Faktoren in der Druckumgebung zu beachten. Dazu gehört der Lacktyp, d.h. wird Wasserdispersionslack oder UV-Lack oder gar Iriodin-Lack verwendet. Ebenso spielt die Auslastung des Lackwerks eine Rolle, sprich werden vereinzelt Druckaufträge lackiert oder durchweg dreischichtig. Ausschlaggebend sind natürlich auch die kundenseitigen Anforderungen an das Rakel hinsichtlich Lebensdauer und Preis-Leistungs-Verhältnis.

Basierend auf unserer langjährige Erfahrung in der Veredelungsindustrie haben wir vier Rakelmessertypen aus Stahl und Kunststoff entwickelt, welche speziell auf die unterschiedlichen Inline-Lackieranwendungen in Bogenoffset-Druckmaschinen abgestimmt sind.

steelBLADE und fiberBLADE Rakelmesser

steelBLADE S

Rakel aus Edelstahl für alle Anwendungen

Unsere steelBLADE S Rakelmesser aus hochwertigem Edelstahl sind Alleskönner im Offset-Lackwerk. Dank ihrer Korrosionsbeständigkeit können sie bedenkenlos für Wasserdispersionslacke sowie für alle anderen Lackarten eingesetzt werden.

Eine fein geschliffene Lamelle sorgt für eine optimale Kontaktzone mit der Rasterwalze, sodass die Rakel über ihre gesamte Lebensdauer gleichmäßig abrakelt. Selbst wenn zwischenzeitlich Druckaufträge ohne Lackierung produziert oder Reinigungsarbeiten vorgenommen werden, kann das steelBLADE S weiterverwendet werden, bis die Lamelle abgelaufen ist, da keine Rostgefahr besteht.

Bei Modellen der Fabrikate Heidelberg, Komori und manroland, die mit TRESU Kammern im Lackwerk ausgestattet sind, werden üblicherweise steelBLADE S in der Abmessungen 35 x 0,20 mm eingesetzt. Bei KBA, Komori und Ryobi mit Harris & Bruno Kammern im Lackwerk kommen zumeist Rakel in 28 x 0,20 mm bzw. 25 x 0,20 mm zum Einsatz.

Agergaard steelBLADE S Edelstahlrakel

steelBLADE C

Optimale Rakel für UV-Lacke

Unsere steelBLADE C Rakelmesser verfügen ebenso wie die steelBLADE S Rakel über eine fein geschliffene Lamelle, welche für präzises Abrakelverhalten sorgt. Speziell für UV-Lacke stellen die steelBLADE C Rakel aus Kohlenstoffstahl eine Alternative mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis dar.

Die Verwendung mit anderen Lacktypen empfiehlt sich nur bedingt, z.B. wenn die Rakel ohne Stillstandzeiten im dreischichtigen Betrieb durchläuft und somit keine Beeinträchtigungen durch Korrosion entstehen kann.

steelBLADE C Rakel kommen u.a. auch in den Farbkammern von Heidelberg SM Anicolor und KBA Genius 52UV Maschinen zum Einsatz, welche ölbasierte bzw. UV-Druckfarben verarbeiten.

steelBLADE T

Spezielle Rakel für abrasive Lacke

Unsere steelBLADE T Rakel aus verschleißfestem Werkzeugstahl sind auf die Verwendung mit extrem abrasiven Lacken wie Iriodinen oder weißen Decklacken ausgelegt. Durch den erhöhten Härtegrad des steelBLADE T Rakelmessers rakelt die Lamelle auch Lacke mit schleifender Wirkung präzise und ausgeglichen ab. Unter gleichen Bedingungen erreichen Sie mit steelBLADE T Rakeln circa die dreifache Lebensdauer im Vergleich zur Edelstahlrakel.

Agergaard steelBLADE T

fiberBLADE U

Verschleißfeste Kunststoffrakel für alle Anwendungen

Unsere fiberBLADE U Rakelmesser werden aus faserverstärktem Kunststoff gefertigt. Diese Rakel zeichnen sich durch gute Verschleißeigenschaften aus und sind arbeitsseitig mit einer keilförmigen Abschrägung, der Fase, versehen. Kunststoffrakel sind naturgemäß korrosionsbeständig und eignen sich daher für alle Lackanwendungen.

Für Lackwerke, in denen TRESU Kammern verbaut sind (i.d.R. Heidelberger, manroland und Komori), werden fiberBLADE U Rakel in 35 mm Breite eingesetzt, in Lackwerken mit H & B Kammern kommen meist 28 mm breite Rakel zum Einsatz.

Zeit und Kosten sparen mit der richtigen Schließrakel

Gegenüber dem Rakelmesser bzw. der Arbeitsrakel liegt die Schließrakel. Während die Kammerrakeldichtung die Kammer seitlich an beiden Enden abdichtet, fungiert die Schließrakel als Abdichtung der Kammer entlang der Rasterwalze.

Standardmäßig wird in vielen Lackwerken als Arbeits- und Schließrakel das gleiche Stahlrakel von 0,20 mm Stärke und identischer Breite (z.B. 35 mm) verwendet. Bedingt durch die Kammergeometrie steht die Schließrakel in relativ steilem Winkel zur Rasterwalze. Bei einigen Lackwerkkonfigurationen liegt die Schließrakel in der Kammer unten, z.B. bei vielen Heidelberg Modellen. Eine Standard-Stahlrakel zeigt bei steilem Winkel hohe Steifigkeit, sodass bei untenliegender Schließrakel Lackreste teilweise abgeschabt werden, statt in die Kammer zurückzulaufen, wodurch es zu Lacktropfen unterhalb der Kammer kommen kann. Das beeinträchtigt die Druckqualität und kostet Zeit und Geld für Makulatur und Reinigungsaufwand.

Diesem Phänomen wirken unsere speziellen Schließrakellösungen entgegen:

 

 

Lösung 1 – polyBLADE S Schließrakel

Unsere polyLBLADE S Schließrakel fertigen wir aus verschleißfestem Kunststoff. Die hohe Materialelastizität des Kunststoffs erzeugt eine flexible Anschmiegung der Schließrakel an die Rasterwalze und sorgt so für eine Rückführung des Lacks aus nicht entleerten Näpfchen in die Kammer, wodurch Tropfenbildung beinahe gänzlich eliminiert wird.

Da für die Funktion als Schließrakel kein besonderes Rakelprofil erforderlich und Kunststoff ein deutlich günstigeres Rohmaterial als Stahl ist, stellen unsere polyBLADE S Rakel eine effektive Alternative für alle Lackwerke mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis dar.

Schließrakel polyBLADE S

Lösung 2: steelBLADE S Schließrakel

Eine andere Variante ist eine Sonderversion unserer steelBLADE S Rakel, die sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Auch diese Schließrakellösung basiert auf der Flexibilität des Materials, bei Stahl verwenden wir hier 0,10 mm oder 0,15 mm Materialstärke.

Dazu wird die Schließrakel überbemaßt, sodass eher mit der Rakelfläche als mit der Rakelkante abgedichtet wird, wodurch die Rakel sich minimal öffnen kann und so überschüssigen Lack in die Kammer zurückführt.

Schließrakel steelBLADE S

Fertig konfektionierte Rakel für höhere Effektivität

All unsere Rakelmesser und Schließrakel sind alternativ zur 100 m Rolle auch fertig abgelängt, passend für Ihr jeweiliges Maschinenmodell erhältlich.

Damit ersparen Sie sich das Abmessen der benötigten Rakellänge und Abschneiden von der Rakelrolle im Drucksaal und können stattdessen die einsatzbereite Rakel aus dem Karton entnehmen und sofort einsetzen.

Weitere Vorteile fertig konfektionierter Rakel:

  • Hohe Längengenauigkeit durch maschinellen Zuschnitt bis auf den Zehntelmillimeter
  • kein Materialverlust durch Verschnitt
  • reduzierte Verletzungsgefahr durch verringerten Handhabungsaufwand
Dr. Dichtung mit Sicherheitshandschuhen

Sicherheitshandschuhe

schützen Sie bei der Handhabung von Rakeln gegen Schnittverletzungen.

Unsere Handschuhe, erhältlich in den Größen 8, 9 und 10 bieten hohen Schnittschutz ohne die Beweglichkeit der Finger zu beeinträchtigen.